1 Anreise [390 km]. Flughafentransfer, sofern gebucht. Flug nach Vilnius. Hier erwartet Sie bereits unser hauser.premiumbus und bringt Sie ganz bequem in die Masuren. Vor Ihrem Fenster ziehen Wälder, Wiesen und kleine Dörfer vorbei. Willkommen im Land der tausend Seen! Nach dem Hotelbezug dürfen Sie erst einmal durchatmen und ankommen. Unser Tipp für den Abend: »So zärtlich war Suleyken« von Siegfried Lenz – eine ebenso liebevolle wie augenzwinkernde Hommage an die masurische Seele. [A/Ü | 2 Nächte]
2 Masuren-Rundfahrt [120 km]. Was für ein Auftakt! Zunächst wird es himmlisch: Die barocke Wallfahrtskirche Heilige Linde empfängt Sie mit leuchtender Fassade, prachtvollem Stuck und einer Orgel, deren bewegliche Figuren fast schon himmlisch musizieren. Welch ein Engelswerk! Einen bedrückenden Kontrast bildet die Wolfsschanze. Zwischen mächtigen Bunkerresten und dichtem Wald begegnen Sie einem dunklen Kapitel deutscher Geschichte. Danach stillen wir Ihre »Seensucht«! Im malerischen Nikolaiken, dem »Venedig Masurens«, schaukeln Segelboote im Hafen, bevor Sie bei einer Schifffahrt die masurische Seenlandschaft vom Wasser aus genießen. Der Spirdingsee, Polens größter See, gleicht stellenweise einem kleinen Binnenmeer. Auf einer seiner Inseln, der sagenumwobenen Teufelswerder, soll der Teufel höchstpersönlich einen Schatz bewacht haben. Ob er wohl noch dort ist? [F/A/Ü]
3 Allenstein & Marienburg [240 km]. In Allenstein ticken die Uhren noch ein wenig mittelalterlich. Verwinkelte Altstadtgassen, gotische Backsteinbauten und alte Stadtmauern erzählen von vergangenen Jahrhunderten. Hier wirkte einst Nikolaus Kopernikus, der mit seiner Theorie vom heliozentrischen Weltbild die damaligen Vorstellungen buchstäblich auf den Kopf stellte. Danach wird es burggewaltig! Die Marienburg ist nicht einfach nur eine Burg, sondern eine ganze Welt aus rotem Backstein. Mächtige Türme, gewaltige Mauern und riesige Innenhöfe lassen erahnen, welche Macht der Deutsche Orden hier einst ausübte. Die ehemalige Hochmeisterresidenz zählt zu den größten mittelalterlichen Burganlagen Europas und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nach so viel Geschichte geht es weiter nach Danzig, wo Sie am Abend Ihr Hotel beziehen. [F/A/Ü | 2 Nächte]
4 Danzig. Was für eine Stadt! In Danzig reiht sich ein schmuckes Patrizierhaus ans nächste. Reich verzierte Giebel, prachtvolle Fassaden und schmale Gassen erinnern an die Zeit, als die reichen Hansekaufleute hier glänzende Geschäfte machten. Bei Ihrer Stadtführung spazieren Sie durch die historische Rechtstadt mit ihrem prächtigen Langen Markt, dem Neptunbrunnen und den farbenfrohen Bürgerhäusern. Auch das berühmte Krantor an der Mottlau darf nicht fehlen. Der mittelalterliche Hafenkran wurde einst mit riesigen Treträdern betrieben, in denen Arbeiter wie Hamster im Laufrad liefen. Ganz schön schweißtreibend, dieser Seehandel! Apropos Meer: Danzig war über Jahrhunderte ein wichtiger Umschlagplatz für Bernstein, das »Gold der Ostsee«. Bei so viel Glanz fällt es schwer, sich nicht in diese Stadt zu verlieben. [F/A/Ü]
5 Warschau [350 km]. Erst einmal zurücklehnen und Landschaftskino genießen! Auf dem Weg nach Warschau ziehen weite Felder, kleine Dörfer und grüne Landschaften an Ihrem Fenster vorbei. Am Nachmittag lernen Sie Polens Hauptstadt bei einer Stadtführung kennen. Besonders die Altstadt sorgt für großes Staunen: Im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört, wurde sie mit unglaublicher Hingabe wieder aufgebaut. Heute stehen die farbenfrohen Bürgerhäuser, das Königsschloss und die malerischen Gassen wieder da, als wäre nichts gewesen. Selbst die Gemälde des venezianischen Malers Bernardo Bellotto halfen beim Wiederaufbau! Doch Warschau lebt keineswegs nur von seiner Vergangenheit. Zwischen modernen Wolkenkratzern, belebten Boulevards und historischen Plätzen spüren Sie, wie viel Aufbruchsstimmung in dieser Stadt steckt. [F/A/Ü]
6 Tschenstochau [380 km]. Alle einsteigen! Ihre Reise führt Sie südwärts durch das polnische Herzland. In Tschenstochau wird es dann ganz andächtig. Schon von Weitem grüßt der hohe Turm des Paulinerklosters Jasna Góra, des »Hellen Berges«. Jedes Jahr pilgern Millionen Gläubige hierher, um vor dem berühmten Gnadenbild der Schwarzen Madonna zu beten. Der Legende nach soll sogar der Evangelist Lukas das Bild gemalt haben. Zwei markante Narben auf der Wange der Madonna erinnern an einen Überfall auf das Klosterbild im 15. Jahrhundert. Wer vor der verehrten Ikone steht, spürt schnell, warum dieser Ort für so viele Menschen eine besondere Bedeutung hat. Anschließend geht es weiter nach Krakau. Schon morgen tauchen Sie tief in die Geschichte der alten polnischen Königsstadt ein. [F/A/Ü | 2 Nächte]
7 Krakau. »Florenz des Nordens«, »polnisches Rom« – Krakau trägt viele Beinamen. Aber eigentlich braucht diese Stadt keine Vergleiche! Bei Ihrer Stadtführung entdecken Sie die UNESCO-geschützte Altstadt mit ihren prächtigen Bürgerhäusern, dem riesigen Marktplatz, den Tuchhallen und der imposanten Marienkirche. Von deren Turm erklingt noch heute stündlich eine Trompetenmelodie, die plötzlich mitten im Ton abbricht. Der Legende nach wurde einst ein Wächter beim Warnruf vor herannahenden Feinden von einem Pfeil getroffen. Danach geht es hinauf auf den Wawel, wo einst Polens Könige residierten. Hoch über der Weichsel erzählen Schloss und Kathedrale von königlicher Macht und großen Geschichten. Am Nachmittag gehört Krakau ganz Ihnen. Ein gemütlicher Kaffee am Marktplatz, ein Bummel durch die Gassen oder ein bisschen Shopping? Sie haben die Wahl! [F/A/Ü]
8 Auschwitz & Breslau [300 km]. Ein Tag, der nachdenklich stimmt. In Auschwitz-Birkenau besuchen Sie die Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen deutschen nationalsozialistischen Konzentrationslagers. Bei einer Führung erfahren Sie mehr über die Verbrechen des NS-Regimes und die Schicksale der Menschen, die hier entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. Ein erschütternder Ort, der eindringlich daran erinnert, wie wichtig Menschlichkeit, Frieden und Freiheit sind. Anschließend führt Sie Ihre Reise weiter nach Breslau. Die niederschlesische Metropole an der Oder empfängt Sie mit prächtigen Bürgerhäusern, stolzen Kirchtürmen und zahlreichen Brücken. Bei einem ersten Rundgang durch die historische Altstadt entdecken Sie den farbenfrohen Ring mit seinem eindrucksvollen Rathaus und erfahren, weshalb Breslau gern als »Venedig Polens« bezeichnet wird. [F/A/Ü]
9 Ins Riesengebirge [200 km]. Halten Sie in Breslau die Augen offen! Überall in der Stadt verstecken sich kleine bronzene Zwerge. Mehr als tausend sollen es inzwischen sein – ursprünglich ein Symbol des Widerstands gegen das kommunistische Regime. Nach weiteren Entdeckungen in der Odermetropole geht es am frühen Nachmittag weiter Richtung Riesengebirge. Unterwegs bestaunen Sie in Schweidnitz die UNESCO-geschützte Friedenskirche, eines der größten sakralen Fachwerkgebäude Europas. Kaum zu glauben, welche Pracht sich hinter den schlichten Mauern aus Holz und Lehm verbirgt! Auch Hirschberg ist einen Blick wert: Rund um den Marktplatz reihen sich farbenfrohe Laubenhäuser mit reich verzierten Giebeln aneinander. Dahinter erheben sich bereits die Gipfel des Riesengebirges. Hier soll Rübezahl, der launische Berggeist, sein Unwesen treiben. Ob er Ihnen wohl noch über den Weg läuft? [F/A/Ü]
10 Rückreise [800 km]. »Do widzenia, Polsko!« – auf Wiedersehen, Polen! Nach zehn erlebnisreichen Tagen treten Sie im hauser.premiumbus die Heimreise nach Rottweil an. Im Gepäck: jede Menge schöner Erinnerungen, spannende Geschichten und vielleicht ein kleines Stück Bernstein. [F]